04.11.2018

Thomas Letsch: „Ich tue mir schwer jetzt etwas Positives rauszuziehen.“

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  • Christoph Monschein: „Viel kann ich dazu nicht sagen, aber ich bin komplett enttäuscht.“
  • Walter Kogler: „Die Austria ist eigentlich nur Ball und Gegner hinterhergelaufen.“
  • Mario Leitgeb: „Jetzt werde ich einmal in die Kabine reingehen und ein bisschen feiern.“
  • Hans Krankl über den WAC: „Sie haben nie aufgehört ihre Chance zu suchen und haben immer versucht das Spiel zu gewinnen.“

Wien, 4. November 2018 – FK Austria Wien verliert gegen RZ Pellets WAC mit 2:3. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

FK Austria Wien – RZ Pellets WAC 2:3 (2:1)
Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer

Thomas Letsch (Trainer FK Austria Wien):
…über das Spiel: „Fakt ist, dass die erste Halbzeit, glaube ich, ein klasse Spiel von beiden Seiten war. Es ging viel hin und her, mit offenem Visier. Dann gehen wir in die Halbzeit und haben uns eigentlich vorgenommen mehr zu machen, noch viel aggressiver zu sein, aber haben dem Gegner das Feld völlig überlassen. Wir hatten kaum Entlastung. Als die Drangperiode vom WAC, wo sie es auch gut gemacht haben, überstanden war kriegen wir zwei Standards, wo es sich gerade beruhigt hatte. Am Schluss sind es drei Standardsituationen. Das ist natürlich absolut enttäuschend, speziell wie wir zweite Halbzeit aufgetreten sind. Das war einfach schlecht. Der WAC war viel mehr in Bewegung. Sie sind die Räume aufgelaufen. Sie waren immer dran am zweiten Ball. Wenn wir den Ball hatten, haben wir es nicht geschafft Entlastung reinzubringen, haben den Ball wieder viel zu schnell verloren. Ich tue mir schwer jetzt etwas Positives rauszuziehen. Wir haben ein wichtiges Spiel 2:3 verloren. Ein Spitzenteam sind wir derzeit nicht. Das Ziel muss es sein ein Spitzenteam zu werden. Ob das morgen, übermorgen ist oder noch etwas dauert, kann ich nicht sagen.“

…vor dem Spiel über die Offensivprobleme seiner Mannschaft: „Uns fehlen da vorne einfach die Geschwindigkeit, viel mehr Läufe in die Tiefe und Entschlossenheit. Daran arbeiten wir. Logischerweise fällt es mit jedem Erfolgserlebnis leichter und das merkt man der Mannschaft auch an.“

Christoph Monschein (FK Austria Wien):
…über das Spiel: „Ich bin irgendwie sprachlos. Wir sind erste Hälfte gut reingestartet, haben wieder ein schnelles Tor geschossen. Besser kann es nicht laufen. Zweite Hälfte war es ein komplett anderes Bild von uns. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Viel kann ich dazu nicht sagen, aber ich bin komplett enttäuscht. Wir wollten unbedingt drei Punkte holen, ein Wahnsinn. Die Zweikämpfe waren gar nicht okay. Noch dazu drei Standardtore, so dürfen wir uns nicht anstellen. Da müssen wir besser verteidigen, den Gegenspieler besser stören, damit er nicht so frei zum Kopfball kommt und viel aggressiver sein. Das sind die Basics vom Fußball, Laufarbeit, Zweikämpfe. Das haben wir heute nicht gut gemacht.“

…über seine Auseinandersetzung mit dem Co – Trainer des WAC: „Das gehört sich nicht. Ich werde gefoult, steh auf und gehe zurück. Auf einmal hupft einer auf, schimpft rein, beleidigt mich aufs Ärgste und droht mir mit Sachen. Ich bin einfach nur gefoult worden. Das habe ich mir nicht gefallen lassen. Er kann sich gerne jetzt nach dem Match bei mir melden.“

Kevin Friesenbichler (FK Austria Wien):
…im Videobeitrag darüber, dass er die Austria im Sommer fast verlassen hätte und nun ein wichtiger Teil der Mannschaft ist: „Es ist, muss ich sagen, eine Genugtuung, dass ich jetzt so viele Spiele kriege. Ich glaube es ist auch nicht so unverdient, dass ich die Spiele mache, weil ich, glaube ich, keine schlechten Leistungen gebracht habe. Was fehlt sind ganz klar die Tore. Ein Tor in der Bundesliga ist zu wenig.“

Wolfgang Katzian (Präsident FK Austria Wien):
…vor dem Spiel über seinen Rücktritt als Austria Präsident morgen und den Wehmut über seinen Abschied: „Natürlich nicht erst seit heute, sondern eigentlich ab dem Zeitpunkt wo ich festgelegt habe, dass ich mich aufgrund meiner neuen Funktion von einer Reihe von Aufgaben trennen werde. Ich bin aus dem Nationalrat ausgeschieden, das war auch nicht einfach, aber das violette Herz drückt natürlich ganz besonders. Aber es ist ausgemacht, ich wollte das von mir aus und daher schaue ich guten Mutes in die Zukunft, denn ich denke in den nicht ganz zwölf Jahren, in denen ich die Funktion innehatte, haben wir einiges zusammengebracht.“

…vor dem Spiel über seine Zeit als Austria Präsident: „Sportlich gesehen gab es Cupsiege, Meistertitel und die Qualifikation für die Champions League. Ich habe spaßhalber immer gesagt, dass ich der einzige noch amtierende Präsident bin, der in der Champions League war. Also wenn wer wissen will wie es dort ist, kann ich es sagen. Es war ein tolles Erlebnis. Man kann natürlich auch nicht jedes Jahr erwarten, dass so etwas kommt, obwohl man es sich jedes Jahr wünschen würde. Ich glaube insgesamt rundherum haben wir dafür gesorgt, dass der Verein finanziell stabil ist. Wie ich damals die Funktion übernommen habe, wollte keiner Austria Präsident werden, nach Frank Stronach, weil keiner wusste ob es überhaupt mit dem Verein weitergeht. Wir haben damals in die Hände gespuckt und gesagt, dass wir das schaffen. Inzwischen ist die Austria finanziell gut aufgestellt. Wir haben auch ein Infrastrukturprojekt nach dem anderen rausgestampft und stehen heute in einem Stadion, also da hat die Hütte vor zwölf Jahren völlig anders ausgeschaut. Ich bin schon auch sehr stolz darauf, was hier gelungen ist.“

…vor dem Spiel über die Erwartungen für die heutige Partie: „Die Vorfreude ist groß und ich hoffe, dass die Jungs heute drei Punkte einfahren.“

…vor dem Spiel über seinen Nachfolger Frank Hensel: „Ich glaube der Frank Hensel ist lange dabei und war in den letzten Jahren auch Mitglied des Aufsichtsrates der Austria Wien AG. Er kennt die strategischen Zielsetzungen. Wir haben uns vor über einem Jahr auf den Weg Richtung Internationalisierung und stärkere Digitalisierung in den Rahmenbedingungen gemacht. Er weiß natürlich auch, so wie ich, dass das alles am Ende des Tages nicht zählt, wenn das Core – Business nicht funktioniert. Das heißt gewinnen, Fußball spielen und schön Fußball spielen. Der Frank weiß ganz genau um was es geht und ich glaube er wird das gut machen.“

…vor dem Spiel darüber, ob er weiterhin Funktionen bei der Austria innehaben wird: „Wenn die Generalversammlung das so möchte werde ich im Kuratorium in einer leitenden Position mitarbeiten. Ich habe immer spaßhalber zum Michael Häupl gesagt, dass sie dort die Balkon – Muppets sind. Ich werde jetzt auch einer. Nein, auch hier Spaß beiseite, ich glaube das Kuratorium ist sehr wichtig, weil es darauf achtet, dass es gute Rahmenbedingungen gibt.“

Christian Ilzer (Trainer RZ Pellets WAC):
…vor dem Spiel über die Torflaute von Gschweidl: „Er hat jetzt noch nicht wirklich viel gespielt. Ich denke Dever Orgill und Marc Andre Schmerböck waren einfach unsere Einserformation im Sturm, aber er hat gegen die Admira schon die eine oder andere Torchance vorgefunden und in Testspielen immer wieder getroffen. Er hat Torgefahr und ich denke er hat sich heute die Chance zu spielen richtig verdient.“

Mario Leitgeb (RZ Pellets WAC):
…über das Spiel: „Es war natürlich ein Wahnsinn was da heute passiert ist. Ich glaube wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben die Austria die komplette zweite Halbzeit in ihre Hälfte gedrückt, waren klar die bessere Mannschaft und gehen verdient als Sieger vom Platz. Dass ich da natürlich einen Hattrick mache, habe ich noch nicht ganz gecheckt, aber es ist natürlich wunderschön. Jetzt werde ich einmal in die Kabine reingehen und ein bisschen feiern. Das wird heute sicher noch ein schöner Abend. Das erlebt man sicher nicht alle Tage. Wir haben es geschafft, dass wir die Austria permanent unter Druck gesetzt haben und sind auch geduldig geblieben. Wir haben heute wirklich super Fußball gezeigt. Es hat richtig Spaß gemacht und war ein tolles Spiel von uns.“

…darüber, wie es für ihn ist nach langem Kampf mit Verletzungen wieder fit zu sein: „Es ist schön wie ich jetzt wieder zurückgekommen bin, wie mich die Mannschaft wieder aufgenommen, der Verein und der Trainer mir geholfen haben und mir ein jeder gut zugesprochen hat. Es ist wirklich schön. Ich fühle mich momentan auch wieder richtig gut.“

Hans Krankl (Sky Experte):
…über die Leistung der Wolfsberger: „Heute war es sehr verdient. Sie haben nie aufgehört ihre Chance zu suchen und haben immer versucht das Spiel zu gewinnen. Zum Schluss sind sie belohnt worden.“

…über Matics Treffer zum 1:0: „Die zweite Ballberührung von Wolfsberg war ein Eigentor. Er hat Risiko genommen, das war in Ordnung und das Risiko hat sich dann belohnt gemacht, ein bisschen glücklich durch das Eigentor. Er nimmt den Volley und der fälscht ihn für den Tormann ab. Es war Glück dabei.“

…über Kevin Friesenbichler: „In seinem Einsatz als Stürmer ist er einer, der dorthin geht wo es wehtut.“

…vor dem Spiel über die Offensivprobleme der Austria: „Sie spielen immer in verschiedenen Aufstellungen vorne. Sie spielen einmal mit zwei, einmal mit einer Spitze. Ich denke der Trainer ist mit dem Angriff nicht zufrieden und probiert immer etwas anderes aus. Ich glaube er ist noch nicht auf seine Aufstellung gekommen, die er vorne gerne hätte.“

Walter Kogler (Sky Experte):
…über das Spiel: „Es ist dadurch zu erklären, dass die Austria in der zweiten Hälfte praktisch nicht mehr vorhanden war. Der WAC hat in der zweiten Hälfte das Spiel diktiert, hat Tempo gemacht und die Austria ist überhaupt nicht mehr ins Spiel gekommen und hatte nichts entgegenzusetzen. Deshalb ist das Resultat letztendlich auch sowas von in Ordnung. Wenn man als Auswärtsmannschaft, der WAC, die Austria zweite Hälfte derart dominiert, dann hat man es auch verdient, dass man das Spiel gewinnt. Der WAC hat der Austria zweite Hälfte, meiner Meinung nach, vorgeführt wie die Austria eigentlich spielen müsste. Die Austria ist eigentlich nur Ball und Gegner hinterhergelaufen.“

…über Leitgebs Treffer zum 2:2: „Die Austria war nicht imstande diese Standardsituation zu verteidigen. Das wird dem WAC viel zu einfach gemacht.“

…über die erste Halbzeit der Austria: „Sie haben zwei Tore geschossen und das in einer Hälfte. Das ist fast mehr als man sich von der Austria in den letzten Runden erwarten konnte. Deshalb ist der Auftritt von der Austria auch nicht schlecht.“

…vor dem Spiel über die Bedeutung der heutigen Partie: „Es ist eines von den Spielen, die sehr entscheidend sind. Es sind zwei von mehreren Mannschaften, die darum kämpfen unter den ersten Sechs zu sein und da zählen die direkten Duelle doppelt.“


Über Sky Österreich:
Über Sky Österreich: Sky gehört in Österreich mit rund 400.000 Kunden und einem Jahresumsatz von über 170 Millionen Euro (Stand: Juni 2018) zu den erfolgreichsten privaten Fernseh-Unternehmen. Das Programmangebot besteht aus Live-Sport, Spielfilmen, Serien, Kinderprogrammen und Dokumentationen. Sky Österreich mit Sitz in Wien ist Teil von Europas führender Unterhaltungsgruppe Sky plc. 23 Millionen Kunden in sieben Ländern sehen die exklusiven Programme von Sky, wann immer und wo immer sie wollen.

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