24.09.2019

Valerien Ismael: „Solange der Verein mich haben will, werde ich dableiben“

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  • Ismael über seine schwierige Trainerlaufbahn: „Irgendwann gibt es Licht am Ende des Tunnels. Und mein Licht ist der LASK“
  • Ismael über die Causa Pogatetz: „Manchmal ist es auch gut, dass sowas passiert, damit wir wieder alle in die richtige Richtung schauen“
  • Ismael über die Vereinsführung des LASK: „Die Konstellation Siegmund Gruber/Jürgen Werner wäre für jeden Trainer ein Traum“
  • Ismael über seine Spieler: „Diese Mannschaft stellt immer die richtige Frage“
Wien, 23. September 2019 – Der Free-to-Air Montag auf Sky: Zu Gast beim Saisondebüt von „Talk & Tore Exklusiv“ war LASK-Erfolgstrainer Valerien Ismael.

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Valerien Ismael (Trainer LASK)
...über seine Zukunft beim LASK: „Ich habe eine Vision und ich möchte auch als Trainer auf der Gugl im neuen Stadion antreten. (...) Ich glaube einfach, dass alles passt. Ich habe schon die Erfahrung gemacht in der Bundesliga zu arbeiten. Ich kenne die andere Seite der Medaille. Deswegen bin ich sehr dankbar für die Chance, die ich beim LASK bekommen habe. (...) Auch wenn ich viele Beulen bekommen habe am Anfang meiner Trainerkarriere, es braucht einfach Hartnäckigkeit, an sich glauben, weiterarbeiten, weitermachen. Und dann irgendwann gibt es Licht am Ende des Tunnels. Und mein Licht ist der LASK. Und deswegen bin ich dankbar und solange der Verein mich haben will, werde ich dableiben.“

...über Siegmund Gruber: „Das ist ein Präsident, der für den Verein kämpft. Er würde alles für den Verein und für die Mannschaft tun. (...) Für mein Trainerteam ist das auch eine unglaubliche Unterstützung zu wissen, dass wir einen Präsidenten haben, der auch den Weg mit uns geht. (...) Die Konstellation Siegmund Gruber/Jürgen Werner wäre, glaube ich, für jeden Trainer ein Traum.“

...über die Gründe für seine Entscheidung pro LASK: „So klar war es nicht. Ich hatte einen anderen Verein, bei dem ich eigentlich schon ein Bein im Flieger hatte: Cercle Brügge, Kooperationsverein von AS Monaco. Ich war eigentlich auf dem Weg nach Monaco und ich hatte schon Jürgen Werner und Siegmund Gruber getroffen. (...) Und sie hatten ihre Karten gut verdeckt, weil ich hatte nicht gedacht, dass es sein könnte [dass sie mich nehmen]. Und dann gab es das Angebot von Cercle Brügge und ich war auf dem Weg nach Monaco als ich diesen Anruf von Jürgen Werner bekam. Der LASK wollte sich noch einmal mit mir treffen und hatte eine Entscheidung getroffen.“

...über die Causa Pogatetz: „Es passiert mal in einer Saison. Wir mussten das klären, haben das getan und jetzt geht es nach vorne. Manchmal ist es auch gut, dass sowas passiert, damit wir wieder alle in die richtige Richtung schauen, die Sinne wieder geschärft sind und vielleicht ein paar Unstimmigkeiten geklärt sind. Und ich muss auch betonen, dass danach ein sehr positives und überraschendes Gespräch mit Emanuel stattgefunden hat.“

...über den Wohlfühlfaktor in Linz und seine Mannschaft: „Ich fühle mich sehr wohl und fühle mich ab dem ersten Tag wie zuhause. Es gab keine großen Anpassungsschwierigkeiten. Es geht mir immer darum, auf dem Platz zu stehen mit meiner Mannschaft und das habe ich vom ersten Tag gespürt, dass alles stimmt und dass die Jungs wirklich fokussiert sind. Das ist eine Mannschaft, die sehr intelligent ist, das ist eine Mannschaft, die immer reflektiert, das ist eine Mannschaft, die sich immer wieder die richtige Frage stellt. Gerade wenn du gewinnst, machst du die meisten Fehler und bist nicht mehr aufmerksam. Und diese Mannschaft, diese Spieler, stellen immer die richtige Frage. Und sie stellen auch mir und meinem Trainerteam die Frage und wir sind immer wieder gefordert, die richtige Antwort zu finden. Sie machen uns einfach besser und das ist es, was Spaß macht.“

...über einen möglichen Vergleich zwischen dem LASK und Werder Bremen: „LASK ist ein cooler, lässiger, familiärer und ambitionierter Verein. (...) Das kann man absolut vergleichen. Es geht immer um die Mentalität in einem Verein. Ob ich in Pasching bin, in Bremen oder auch bei Bayern – das ist diese Familien, jeder ist füreinander dar. Beim LASK ist es vielleicht ein bisschen anders, es ist alles kleiner. Aber man versucht aus dem, was man hat, das beste herauszuholen. Jeder muss mehr machen. Wenn man die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle sieht, wie die richtig ackern. Die sind Tag und Nacht für den Verein unterwegs. Und die Mannschaft überträgt auch diese Werte auf den Platz. Am Ende des Tages sieht man die Werte vom LASK und solche Werte sollen nicht verloren gehen. Im Gegenteil: Wir müssen immer wieder sehen, dass diese Werte hochgetragen werden.“

...über die vergangene Woche: „Wir haben die Woche insgesamt souverän absolviert. Wir haben bewiesen, dass wir in der Lage sind auf diesem Niveau zu spielen und dass sich die Mannschaft auf diesem Niveau unglaublich entwickelt. Aber es geht immer um die Details. Und am Ende des Tages geht es darum, dass wir solche Topspiele wie gegen Salzburg oder das Rückspiel gegen Brügge in Zukunft für uns entscheiden können.“

...über seine Ziele mit dem LASK in dieser Saison: „Wir haben ein Entwicklungspotenzial in der Mannschaft, das enorm ist. Wir müssen auch die jungen Spieler heranführen, damit die auch irgendwann in der Lage sind, das Zepter zu übernehmen. Das ist unsere zweite Aufgabe, die wir haben. Die Saisonziele, die wir uns gesteckt haben in der Mannschaft, bleiben natürlich intern, aber wie wir spielen zeigt schon, wo wir hinwollen. Wir wollen erst einmal im oberen PlayOff landen, um die Europacup-Plätze mitspielen. Platz drei, vier, fünf, sechs – das können wir im Moment noch nicht sagen. Wir wollen erstmal in den Top 6 sein und dann gibt es einen neuen Wettbewerb. Wir müssen etappenweise denken.“

...über seinen Ex-Trainer Felix Magath und dessen Methoden: „Ich glaube, dieser Weg würde heutzutage so nicht funktionieren. Ich glaube einfach, dass die Spielergeneration eine andere ist. Es geht mehr um Kommunikation, um Überzeugung, um Erklärung auf dem Platz. Das ist eine andere Art zu führen, die auch erfolgreich ist und ich habe auch davon profitiert. Ein paar Dinge kann man mitnehmen – auf jeden Fall -, aber jeder Trainer geht seinen eigenen Weg.“

...über seine Entscheidung Trainer zu werden: „Ich war 18 Monate Sportkoordinator. Es hat sich erst mal dieser Weg entwickelt und da bin ich auch dankbar, weil ich dadurch die andere Seite kennengelernt habe: Wie ein Verein denkt und auch bei diesen Entscheidungsprozessen dabei zu sein. (...) Aber peu à peu habe ich gemerkt, dass irgendwas in mir unruhig wird. Ich brauche immer den Kontakt mit der Mannschaft in der Kabine und dann habe ich meine erste Trainer-Lizenz gemacht und habe gespürt: Das will ich machen.“

...über die Wichtigkeit der Sprache und warum es für ihn so wichtig war, gut Deutsch zu lernen: „Das war durch meine Erfahrung in England. Ich bin damals von Straßburg nach Crystal Palace gewechselt. Und am ersten Tag – ich habe damals kein gutes Englisch gesprochen – kommst du in eine Kabine, in der 40 Spieler sind, und keiner versteht dich. Und es hat wirklich lange gedauert, bis ich mich integriert habe und ich war todtraurig. Ich habe gemerkt, dass Integration nur durch die Sprache geht. Und dann bin ich zurück nach Frankreich und ab dem Moment habe ich gesagt, dass ich das nächste Mal, wenn ich ins Ausland gehe, die Sprache extrem intensiv lerne, damit ich mich verständigen kann. Und das habe ich getan.“

...über seine Mentalität: „Die Werte, die ich in Deutschland vorgefunden habe, waren eher meine. Obwohl ich Franzose bin und auch gerne das Leben genieße. Aber es gibt bestimmte Dinge bei mir, die eher in die deutsche Mentalität gehen als in die französische.“

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