13.09.2020

Thomas Silberberger: „Das ist einfach zu billig, zu naiv und ganz ehrlich zu deppert“

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  • Thomas Silberberger: „Im Endeffekt sind wir selber schuld“
  • Gerald Baumgartner: „Obwohl das Ergebnis knapp war, war es ein verdienter Sieg unserer Mannschaft“
  • Marco Grüll über den Abseitstreffer: „Dieses Mal ist es halt gut für uns ausgegangen“
  • Valentin Grubeck: „Ich glaube, dass uns der Auftaktsieg extrem viel Schwung geben kann“
  • Zlatko Dedic: „Wir müssen Geduld haben, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben“
  • Alfred Tatar: „Wattens hat mehr als auf Augenhöhe gespielt“

Wien, 13. September 2020 – SV Guntamatic Ried gewinnt gegen WSG Swarovski Tirol mit 3:2. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

SV Guntamatic Ried – WSG Swarovski Tirol 3:2 (1:2)
Schiedsrichter: Christian-Petru Ciochirca

Gerald Baumgartner (Trainer SV Guntamatic Ried):
…über das Spiel: „Für mich waren drei Dinge heute entscheidend, die für so große Euphorie gesorgt haben. Das Erste war, dass wir das Spiel gewinnen. Das Zweite war, dass wieder Fans im Stadion waren und die uns auch beim Rückstand nach vorne gepeitscht haben. Es war ein tolles Gefühl wieder mal für alle. Und das Dritte ist der Auftritt unserer Mannschaft. Weil ich denke doch, obwohl das Ergebnis knapp war, dass es ein verdienter Sieg unserer Mannschaft war.“

...über die Leistung seiner Mannschaft: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie sehr laufstark ist, das wollten wir von Anfang an reinbringen. Die Defensive hat gut gearbeitet, hat gut organisiert gewirkt. (...) In der ein oder anderen Phase hatten wir auch das Glück des Tüchtigen. Aber wir hatten sehr viele Chancen, die wir nutzen hätten können und hätten müssen – auch zwei Stangenschüsse. Ich denke, aufgrund der Chancenanzahl und der schon über einige Strecken des Spiels gezeigten Dominanz der Mannschaft ein verdienter Sieg.“

...über das Siegestor und dass dieses aus einer Abseitsposition entstand: „Ich glaube, es gibt immer wieder strittige Entscheidungen. Wir sind froh, wir nehmen den Sieg. Wir haben es verdient. Es war von unserer Mannschaft ein sehr guter Auftritt. Wir sind auch ein paar Mal im Konter abgepfiffen worden. Wir nehmen das gerne hin und über eine Saison wird es sich wieder ausgleichen.“

...vor dem Spiel über die Vorfreude bei Ried auf die Bundesliga: „Es ist natürlich eine sehr große Freude, dass wir jetzt endlich nach drei Jahren zurück in der Bundesliga sein dürfen. Wir haben uns durch eine sehr kuriose Zeit strampeln müssen. Die 2. Bundesliga ist nie leicht zu spielen, dann die Corona-Pause, dann die Corona-Zeit – also wir hatten einige Aufgaben vor der Haustüre. Da ist die Euphorie und die Freude jetzt natürlich sehr groß auf das erste Spiel.“

...vor dem Spiel darüber, was in dieser Saison notwendig sein werde und was man sich erwarte: „Auf alle Fälle wird es notwendig sein, dass wir uns schnellstmöglich an das höhere Tempo, an die Zweikampfstärke und Robustheit der Bundesliga anpassen. Dass wir nach der sehr, sehr kurzen Vorbereitung, wo wir auch den ein oder anderen Spieler sehr spät zu uns holen konnten, schnellstmöglich versuchen, uns anzupassen, die Liga anzunehmen, um uns von Woche zu Woche und von Spiel zu Spiel weiterzuentwickeln. Und das große Ziel ist natürlich, dass wir im ersten Jahr in der Bundesliga bleiben. (...) Heute zumindest ist alles mal eine große Unbekannte. Auch bei uns selbst, das muss man ganz ehrlich sagen. Wir sind schon sehr gespannt, wie wir das heute umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben.“

Marco Grüll (SV Guntamatic Ried):
…über das Spiel und was bei ihm davon hängen bleiben wird: „Auf alle Fälle die drei Punkte. Wir sind gut reingestartet, das haben wir uns vorgenommen und das haben wir dann eigentlich relativ gut gemacht.“

...über den entscheidenden Treffer und die Tatsache, dass dieser aus einer Abseitsposition entstand: „Ich sage, das wird in der Saison noch öfters passieren, dass solche Entscheidungen getroffen werden und dieses Mal ist es halt gut für uns ausgegangen – ist halt so.“

...über das Elfmeterfoul an ihm von Yeboah: „Ich bin vor ihm reingekommen, er hat sich komplett auf den Ball konzentriert und hat mich dann getroffen. Ich glaube, den Elfmeter kann man auf alle Fälle geben.“

...über die Tatsache, dass ein Elfmeter von ihm und einer von Julian Wießmeier geschossen wurde: „Das diskutieren wir immer selber vor dem Spiel aus – einmal schießt der, einmal schießt der. Da gibt es keine fixe Rangordnung.“

...auf die Frage, was die heutige Stärke der Rieder gewesen sei: „Die Leidenschaft auf alle Fälle. Wir sind dann fußballerisch sicher auch besser geworden mit der Zeit. Und die letzten 20 Minuten haben wir auf alle Fälle gedrückt und haben dann verdient das 2:2 geschossen und haben dann zum Glück noch am Schluss das 3:2 nachlegen können.“

Valentin Grubeck (SV Guntamatic Ried):
...über den Sieg: „Ein wichtiger Sieg für uns. Wir haben uns fest einen Dreier vorgenommen. Ich glaube, man hat gemerkt, dass wir speziell in der Anfangsphase ein bisschen nervös waren. Ich glaube, dass uns der Auftaktsieg extrem viel Schwung geben kann. Wir haben schon in der 2. Liga bewiesen, dass wir eine sehr gute Moral haben und an dem knüpfen wir jetzt an. (...) Ich glaube, dass wir am Anfang zu ängstlich waren, dass wir zu wenig Druck gemacht haben. Ich glaube, dass das dann definitiv die richtige Entscheidung war, dass wir offensiver aufgetreten sind und zum Schluss sind wir Gott sei Dank auch belohnt worden.“

...auf die Frage, ob es ihn störe, dass sein Siegestreffer abseits gewesen ist: „Ehrlich gesagt nicht.“

...auf die Frage, was der Sieg nun bringen wird: „Er soll uns einfach Sicherheit geben und uns zeigen, dass wir in der Liga angekommen sind. Es ist ganz wichtig, dass wir einmal angeschrieben haben.“

Thomas Reifeltshammer (SV Guntamatic Ried) in einem Videobeitrag vor dem Spiel:
...über die Bedeutung des Aufstiegs für Ried: „Ried ist eine kleine Stadt in Österreich und Ried ist bekannt durch den Fußball. Ich glaube, es ist sehr wichtig für die Region. Und auch viele Arbeitsplätze hängen am Verein oder auch viele Herzen hängen am Verein. Und ich glaube, das hat man jetzt nach dem Aufstieg auch gemerkt, wie viele Leute sich da mit dem Verein mitfreuen.“

...über die Ziele: „Wir müssen jetzt einfach im Herbst mal ankommen in der Liga. Aber ich glaube, wir haben Qualität im Kader, aber das müssen wir abrufen. Ich bin positiv gestimmt, dass wir auch in der 1. Liga erfolgreich performen können.“

Marcel Ziegl (SV Guntamatic Ried) in einem Videobeitrag vor dem Spiel:
...über die zurückliegende Aufstiegssaison: „Es war eigentlich wie in einem Film. Szenarien sind zusammengefallen, wo man eigentlich sagt, ein schlechter Film oder eine Achterbahnfahrt mit Ende nie.“

Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):
...auf die Frage, was der Endstand mit seinem Gemütszustand macht: „Schau mich an, schau mir ins Gesicht. Scheiße, weil wir selber Schuld sind, dass wir da als Verlierer vom Platz gehen. So ehrlich muss man sein. In der Box sind wir abenteuerlich, defensiv zwei Elfmeter – blöder geht es gar nicht mehr. Und das dritte Tor passiert. Ich habe heute viele Phasen gesehen. Fakt ist, dass wir den Deckel draufmachen müssen zwischen 60. und 65., da laufen wir dreimal allein auf den Torhüter und treffen dreimal die falsche Entscheidung. Und dann kippt so ein Spiel. (...) Wir müssen einfach cleverer verteidigen. Die Situationen, die wir Ried zugelassen haben, das ist einfach zu billig, zu naiv und ganz ehrlich zu deppert. So ehrlich müssen wir schon sein. Wir müssen einfach cleverer agieren. (...) Phasenweise war der Auftritt ganz okay und dann haben wir brutales Lehrgeld bezahlt.“

...über den Rückzug seiner Mannschaft in Hälfte zwei: „Das war nicht geplant. Das hat sich natürlich so ergeben, weil Ried mehr Druck gemacht hat. Und da hat man schon gesehen, dass wir jugendlich auf dem Weg sind und dass man dann unter Druck oft falsche Entscheidungen trifft und nicht mehr so kombiniert haben wie erste Halbzeit. Und Ried ist massiv stärker geworden. Aber wir haben uns die Tore selber gemacht.“

...über das Abseitstor: „Das muss man jetzt eh so nehmen. Solange wir keinen Videobeweis haben, ist die Diskussion komplett überflüssig und müßig. Aber den haben wir ja zurückgeschraubt wegen COVID, vielleicht nächstes Jahr. Aber im Endeffekt sind wir selber schuld. Das ganze Stadion hat gesehen, dass der Ball auf den zweiten Pfosten geht und wir haben die zwei kleinsten Spieler dort am zweiten Pfosten. Und das ist dann schon abenteuerlich. Und deswegen haben wir das Tor gekriegt, unabhängig der Nachspielzeit, die schon vorüber war. Aber im Endeffekt hat sich dieses Tor das Publikum verdient, weil es Ried nach vorne gepeitscht hat.“

...vor dem Spiel über die zweite Chance der WSG Tirol in der Bundesliga: „Wir haben ein bisschen umstrukturiert und haben aus den Fehlern gelernt. Vielleicht war es auch ganz gut, dass wir uns fünf Wochen im luftleeren Raum bewegt haben Richtung 2. Liga. Weil wenn wir das Tor gemacht hätten gegen die Admira, hätten wir vielleicht vieles kaschieren können und hätten in einer Art und Weise weitergemacht, die nicht gut war. Und so konnten wir uns neu aufsetzen. Ich glaube, dass wir schon mit den Transfers jünger geworden sind, wobei das war nicht schwer, weil relativ älter kannst du eigentlich nicht mehr werden. Dementsprechend waren wir eh zum Handeln gezwungen. Jetzt sind wir froh, dass wir in der Bundesliga geblieben sind, aber entschuldigen müssen wir uns dafür nicht. Wir sind nicht die Ersten, die Nutznießer sind von einem Chaos bei einem anderen Verein und werden mit Sicherheit auch nicht die Letzten sein – so traurig es ist.“

...vor dem Spiel auf die Frage, ob die Kaderverjüngung wirtschaftliche oder sportliche Gründe hatte: „Sowohl als auch. Wenn ein Verein in Österreich behaupten kann, Covid-19 ist spurlos an ihm vorbeigegangen, dann kann man ihm eh nur gratulieren. Aber natürlich hatte es auch sportliche Gründe. Wir haben gesehen, was uns alles gefehlt hat in dieser Qualirunde, in diesem dichtgefüllten Programm. (...) Man hat dann schon gesehen in der Qualifikationsrunde, dass wir zu viel Routine hatten in dem Sinn, dass wir nicht mehr die Regenerationszeiten im Dienstag-Samstag-Rhythmus hatten, dass wir da einfach platt waren. (...) Wir setzen auf Jugend, weil wir der Meinung sind, dass wir sehr, sehr gute Junge am Markt haben und die auch bekommen haben.“

...vor dem Spiel über die schwierige Vorbereitung: „Ich glaube schon, dass wir noch ein bisschen eine Phase brauchen bis wir eingespielt sind. Weil wir hatten trotzdem die kürzeste Vorbereitung aller Bundesligisten mit der SV Ried. Weil wir erst Mitte, Anfang August gewusst haben, in welcher Liga wir spielen. Wir mussten viermal den Trainingsauftakt nach hinten verschieben, weil wir keine Mannschaft zur Verfügung hatten.“

...vor dem Spiel über seinen persönlichen Gesundheitszustand nach dem Motorradunfall: „Es fehlt schon noch einiges. Aber ich kann jede Trainingseinheit machen, habe zwar täglich Therapie, aber ich kann mich ganz normal wieder bewegen. Die Motorrad-Geschichte ist ad acta gelegt. (...) Das wird mir – davon bin ich überzeugt – nicht mehr passieren.“

Zlatko Dedic (WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Es ist natürlich schwer nach so einem Spiel gute Gedanken zu haben, aber trotzdem müssen wir auf das Positive schauen. Wir waren sehr gut im Spiel drinnen, hatten große Möglichkeiten um das 3:1 zu machen, das haben wir aber leider nicht gemacht. Und dann ist es natürlich ein bitterer Elfmeter gegen uns und ein Lucky Punch für Ried in der letzten Minute, das tut natürlich weh. Aber nichtsdestotrotz müssen wir das analysieren, abhaken und uns schon vorbereiten auf die nächste Woche.“

...über die vergebenen Chancen: „Ja natürlich ärgert es mich sehr, aber das ist Fußball. Jeder versucht einfach alles zu geben und leider habe ich den Ball nicht so gut getroffen, wie ich das normal mache und das ist schade für unsere Mannschaft.“

...über den entscheidenden und aus Abseitsposition gefallenen Treffer der Rieder in der letzten Minute: „Das tut noch mehr weh. Das Resultat ist jetzt eine Niederlage für uns, das müssen wir mitnehmen. Wir müssen Geduld haben, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben und wir brauchen Zeit, um uns zu entwickeln. Heute waren sehr gute Sachen dabei, darauf müssen wir aufbauen und uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“

Marc Janko (Sky Experte):
…über das Spiel: „Es war generell ein unbekümmertes Spiel auf beiden Seiten, auch mit Chancen auf beiden Seiten, wenn man so will auch ein Elfer-Festival von teilweise sehr fragwürdigen Entscheidungen, mit dem Lucky Punch für Ried. Als Aufsteiger braucht es solche Momente.“

...über die Leistung der Tiroler: „Die WSG braucht sich nicht zu verstecken, sie kann auf diese Leistung durchaus aufbauen. Es hat mich auch ein bisschen überrascht wie sie heute aufgetreten sind.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
...darüber, ob der Ried-Sieg verdient war: „Ich denke, dass Wattens mehr als auf Augenhöhe gespielt hat und bei ein wenig mehr Konzentration im Abschluss – speziell auch bei Dedic, der diese Tore normal im Schlaf macht – hätte man heute ganz klar verloren. Der Spielverlauf war für Ried begünstigt.“

...über die Tiroler: „Sie werden sehr unglücklich sein. Sie haben 2:1 geführt, dann ein fragwürdiger Elfmeter und dann noch ein Tor, das aus einer Abseitsposition erzielt wurde. Also für Wattens war das heute kein Glückstag.“

...vor dem Spiel über Ried und die Transfers: „Ich denke, dass in unserer tipico Bundesliga nur – wenn überhaupt – eine Handvoll Vereine am Transfermarkt von sich aus aktiv werden kann, indem sie sagen: Den hole ich, den hole ich. Andere Klubs in dieser Liga können das nicht, sondern können nur schauen, was ist eigentlich da. Und das, was dann da ist, das nehme ich. Und so liest sich das auch für mich. Zahlreiche Spieler, die man geholt hat, sind das ,Who is Who‘ von Spielern, die sonst keiner will oder die von anderen Vereinen davonverjagt worden sind. Das heißt, Ried ist kein Teilnehmer am Transfermarkt. Es fehlen die Kopeken. Und dementsprechend hat man Spieler geholt, die sonst nirgendwo untergekommen sind. Die Liste ist ja fast endlos: Haas, Lercher, Lackner, Satin – okay Satin ist ein anderer Aspekt –, Paintsil. Das heißt, die haben angeheuert in Ried, ich vergönne es ihnen und ich hoffe, dass sie dort Leistungen bringen, dass die SV Ried guten Fußball zeigt und oben bleibt.“

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