30.04.2019

Oliver Glasner: „Der LASK ist nicht gleich Oliver Glasner“

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  • Stefan Reiter über Glasner: „Oliver war als junger Spieler schon fast ein bisschen ein Gewerkschaftsfunktionär“
  • Alfred Tatar: „Die Möglichkeit Wolfsburg zu trainieren, darf man nicht fallen lassen“
  • Dario Tadic exklusiv bei „Die Abstauber“ über den Abstiegskampf: „Die Admira ist jetzt auch im Boot drinnen“
  • Alois Höller bei „Dein Verein“ über seinen Ruf: „Neue Mitspieler haben fast Angst gehabt als sie mich kennengelernt haben“ 
 
Wien, 29. April 2019 – Der Free-to-Air Montag auf Sky: Zu Gast bei „Talk & Tore“ waren am Montag der Trainer des LASK Oliver Glasner, Ex-Ried-Manager Stefan Reiter sowie Sky-Experte Alfred Tatar.
 
Alle Stimmen zu „Talk & Tore“
 
Oliver Glasner (Trainer LASK)
 
...über seine Kopf-Verletzung und die Not-Operation: „Es war relativ ernst. Meine Frau wurde angerufen und musste die Einverständniserklärung für die Operation geben, weil ich nicht mehr zurechnungsfähig war. Und wenn man dann Gehirnblutung und Not-Operation hört, dann fängt man an das zu googeln. Und dann steht, dass ganz viele tödlich enden. Dann weiß ich, wie es daheim zugegangen ist. Es war für sie viel schwieriger als für mich, weil ich es eh nicht mehr mitbekommen habe. Von dem her war es eine Zeit, die sicher nicht ganz einfach war. (...) Ich habe mich dann selbst fotografiert und diese Fotos habe ich bei mir am Telefon. Und wenn ich mich jetzt wieder über Kleinigkeiten ärgere, dann holt mich das wieder runter. Dann schaue ich da drauf und denke mir: Über diesen nicht gegeben Elfmeter brauchst du dich jetzt aber nicht wirklich ärgern.“
 
...über die Gründe, warum er damals mit der Trainerausbildung begonnen hat: „Ich wollte mir ein zweites Standbein schaffen und habe als Spieler begonnen nebenbei zu studieren – ich habe Wirtschaftswissenschaft an der Uni Hagen studiert. Und dann war ich mit 31 fertig, aber meine Fußball-Karriere war es noch nicht. (...) Wir sind immer nach der Herbstsaison vor Weihnachten auf Urlaub gefahren. Und plötzlich ist unser ältester Sohn in die Schule gekommen und der Urlaub vor Weihnachten war gestrichten, weil noch Schule war. Und genau in der Zeit ist ein Trainerkurs dahergekommen. Dann habe ich gesagt: ,Ich weiß nicht, ich habe ja nicht sieben Jahre studiert an der Uni, um dann Trainer zu werden.‘ Dann hat meine Frau gesagt: ,Du weißt ja eh nicht, was du daheim tun sollst im Dezember.‘ Und so bin ich zum Trainerkurs gekommen. Heute sagt sie: ,Hätte ich nur gesagt: Du machst die Pädag! Weil dann wärst du Lehrer und wärst viel mehr daheim.‘“
 
...über seinen Eintritt ins Trainergeschäft: „Ich habe mit Ralf (Rangnick, Anm.) ein Gespräch geführt und er hat zu mir gesagt: ,Oliver, wo siehst du dich eigentlich?‘ Und ich habe gesagt: ,Wenn ich ehrlich bin, sehe ich mich mehr auf dem Platz. Das macht mir mehr Spaß, da hab ich mehr Begeisterung.‘ Dann sagte er: ,Wir suchen eh einen Co-Trainer für Roger (Schmidt, Anm.). Du kennst die Liga, du kennst das Umfeld... Redet mal miteinander.‘ Wir sind dann mal Essen gegangen und ich habe gemerkt: Puh, wir ticken, was den Fußball anbelangt, sehr ähnlich und sind auch im Umgang mit den Spielern und mit den Menschen sehr, sehr ähnlich. Und dann haben wir gesagt, lass es uns probieren. Und so ist eigentlich meine Trainerkarriere losgegangen.“
 
...auf die Frage, ob er mit Wolfsburg ein ähnliches System wie mit dem LASK spielen wird: „Ich werde mir auch dort ein Bild von der Mannschaft machen, werde mir gewisse Dinge in der Vorbereitung anschauen. Aber an dem, dass wir versuchen den Gegner früh zu stören, dass wir versuchen, wenn wir den Ball gewinnen, schnellstmöglich nach vorne zu spielen, dass wir, wenn wir den Ball verlieren, versuchen ihn schnellstmöglich wieder zurückzugewinnen, wird sich nichts ändern. Vieles von dem spielt der VfL auch jetzt schon unter Bruno Labbadia.“
 
...auf die Frage, wie viel er bereits beim VfL Wolfsburg mitspricht: „Natürlich lasst sich das ein oder andere Telefonat nicht vermeiden. Natürlich sprechen wir über die ein oder andere Verpflichtung, die passiert ist oder noch passiert. Natürlich sprechen wir über den ein oder anderen Abgang, der vielleicht bevorsteht, ob das dann sein muss oder nicht. Aber der Großteil meiner Zeit ist für den LASK da, um unsere Ziele heuer zu erreichen.“
 
...über die Auswirkungen seines Abgangs beim LASK: „Der LASK ist nicht gleich Oliver Glasner. Wir  haben gemeinsam über vier Jahre Strukturen aufgebaut im Verein und in der Mannschaft. (...) Manchmal ist es auch gut eine andere Ansprache zu hören, um wieder neue Entwicklungsschritte setzen zu können. Und deswegen sehe ich den LASK sehr, sehr gut aufgestellt und ich glaube, dass der LASK mittlerweile so eine Adresse ist, dass viele Trainer froh sind, wenn sie dort trainieren können. Und dieses Selbstbewusstsein sollte der LASK auch an den Tag legen – und werden sie auch an den Tag legen.“
 
Stefan Reiter (Ex-Manager SV Ried)
 
...über den Spieler Oliver Glasner: „Oliver war als junger Spieler schon so ein Spieler in der Kabine, der fast ein bisschen ein Gewerkschaftsfunktionär war und schon als junger immer wieder Regeln geschaffen oder besprochen hat mit den Kollegen. Und ich kann mich an Klaus Roitinger – seinen damaligen und ersten Trainer – erinnern, der irgendwann am Ende seiner Karriere gesagt hat, dass er überzeugt ist, dass er ein ganz ein großer Trainer sein wird.“
 
…über sein Verhältnis mit der SV Ried: „Die SV Ried ist nächstes Jahr sicher wieder in der höchsten Spielklasse – und das ist auch gut so. (...) Die Führung ist nicht entscheidend. Entscheidend ist der Verein und der Verein ist in Ordnung. Den Aufstieg haben sich die Mitarbeiter, die Fans, die Sponsoren und natürlich die Spieler samt dem Betreuerstab verdient.“
 
…über Situation beim LASK: „Für mich war eigentlich der Schlüssel für den Erfolg des LASK damals die Niederlage in St. Pölten, die dem LASK den Aufstieg verhindert hat. Man ist trotzdem sehr konsequent und ruhig an die weiteren Aufgaben herangegangen. Das hätte einen auch brechen können. Da wurde ohne lang umhersuchen weitergearbeitet und das macht sich dann bezahlt.“
 
...über die Liga-Reform: „Es hat einen ganz entscheidenden Punkt gegeben, warum wir das machen mussten: Der ÖFB hat mit seinen Landesverbänden von der Bundesliga verlangt, dass es drei Direktaufsteiger in die 2. Liga geben muss. Und dann war von Anfang an klar, dass es eine 2. Liga mit zehn Vereinen nicht mehr geben wird. (...) Ich glaube, dass das 12/16-System eigentlich die Logik war. Es hat keine andere Möglichkeit gegeben. Und es liegt mir auch heute noch furchtbar im Magen und bin heute noch stinksauer: Wir wollten unbedingt die 3. Leistungsstufe miteinbinden. Es war nicht möglich. Es hat immer nur geheißen: Macht’s ihr eure Reform, das schauen wir uns dann an, wie wir dann weitertun.“
 
...auf Nachfrage, ob für ihn das Hauptproblem die Schnittstelle zwischen 2. und 3 Liga sei: „Ganz klar! Ganz logisch! Wir haben 76 Vereine in den drei höchsten Spielkassen. Das ist einzigartig in Europa.“
 
Alfred Tatar (Sky-Experte)
 
...über den Wechsel von Glasner zu Wolfsburg: „Ich habe vor geraumer Zeit gedacht, dass es vom Standing her vielleicht besser ist, wenn man aus einer kleinen Liga als Meister irgendwo hinkommt. Adi Hütter ist Meister mit Red Bull Salzburg und später mit Young Boys Bern geworden und sorgt jetzt mit Frankfurt für Furore. Peter Stöger war Meister mit der Austria. Und das fehlt Oliver, auch wenn er Meister mit dem LASK in der Sky Go Liga geworden ist. Das wäre die eine Seite der Medaille. Die andere ist trotzdem: Die Möglichkeit Wolfsburg zu trainieren, darf man nicht fallen lassen. Und ich denke, dass dieser – unter Anführungszeichen – Mangel (...) dort schnell gar nicht mehr wahrgenommen wird, sobald er auf dem Platz steht und die Spieler sehen: Hallo, da ist ja einer, der sich auskennt. Und das ist das Entscheidende.“
 
…über den Spieler Oliver Glasner, den er bei der SV Ried trainierte: „Es hat drei Spieler gegeben, die unter Anführungszeichen das Herz der SV Ried waren: Das waren Oliver Glasner, Michael Angerschmid und Herwig Drechsel. Die drei waren eine Art ,heilige Dreifaltigkeit‘. Der eine war der Stratege, der im Mittelfeld mehr das Spiel gelesen hat und im Vorfeld gewusst hat, was passieren kann: Das war Oliver Glasner. Er hatte bereits damals als Spieler dieses strategische Denken. Der andere war Michael Angerschmid: Der Hund ist gelaufen, das war ein Wahnsinn. (...) Und der dritte war der Herwig Drechsel, der mit dem begnadeten linken Fuß. (...) Und da konnte man irgendwie auch damals schon erkennen, welche Art von Fußballaffinität Oliver Glasner hat.“
 
Die ABSTAUBER
 
Auch die „Die Abstauber“ wedelten mit ihrer unkonventionellen und frischen Art am Bundesliga-Montag ordentlich Staub auf. In der Live-Schalte erzählte Dario Tadic über seinen Elfmeter gegen Rapid und den Abstiegskampf sowie Stefan Meusburger über das anstehende Duell mit Hartberg und über seinen Trainer Grumser.
 
Dario Tadic (Spieler TSV Hartberg) bei „Die Abstauber“
 
…über seinen Elfmeter, den er nochmals direkt vor dem Rapid-Sektor schießen musste: „Im ersten Moment habe ich mir schon gedacht: Auweh, jetzt muss ich den nochmals schießen. So einfach war es nicht, wenn dann auf einmal eine Mauer vor dir steht und plötzlich zum Pfeifen anfängt. Aber ich habe mich nicht anders gefühlt als beim ersten Elfmeter.“
 
...auf die Frage, wer absteigen wird: „Wir nicht!“
 
...auf die Frage, ob nun auch die Admira wieder im Abstiegskampf dabei sei: „Auf jeden Fall. Dadurch, dass wir beide angeschrieben haben, die Admira nicht voll gepunktet hat, sind sie jetzt auch im Boot drinnen. Es wird wahrscheinlich ein Dreikampf werden.“
 
Stefan Meusburger (Spieler FC Wacker Innsbruck) bei „Die Abstauber“
 
...über das Duell mit Hartberg: „Ich glaube, es ist selbstredend, dass das zumindest eine der wichtigsten Partien ist. Es heißt ,verlieren verboten‘ für uns.“
 
...über die Umstellung unter Trainer Grumser: „Ich finde, dass es gar nicht so mit dem System zusammenhängt. Er hat einfach versucht, mit einer bisschen anderen Art Fußball zu spielen, ein Selbstbewusstsein zu bringen. Das ist nicht unbedingt systemabhängig. (...) Ich muss ehrlich sagen: Mir taugt der neue Trainer. Er hat auf alle Fälle einen frischen Wind reingebracht.“
 
Dein Verein
 
Bei „Dein Verein“ konnten Fußballfans wieder spannende Neuigkeiten über ihren Lieblingsklub erfahren. Heute waren unter anderem die Profis Alois Höller vom SV Mattersburg und David Cancola  vom TSV Hartberg bei „Dein Verein“ in der Sendung ihres Klubs zu Gast.
 
Alois Höller (Spieler SV Mattersburg) bei „Dein Verein“ 
 
…über seine harte Spielweise: „Viele Spieler wollen schön spielen. Aber ich bin da eher einer, der lieber das Foul vorm Sechzehner macht als ein leichtes Tor zu kriegen.“
 
...über Aussagen von neuen Mitspielern: „Am Spielfeld bin ich sicher kein angenehmer Gegenspieler. Spieler, die zu uns gewechselt sind und mit mir geredet haben, haben gesagt: ,Eigentlich ein ganz umgänglicher Typ, nicht so wie am Spielfeld.‘ Also die haben schon fast Angst gehabt als sie mich kennengelernt haben. Aber für mich ist das fast wie ein Kompliment, weil ich nicht gelobt werden will für meine nette Art am Spielfeld, sondern für meine Arbeit und für das, was ich erreicht habe oder was wir als Verein erreichen.“
 
...über die Qualifikationsgruppe: „Ich glaube, Klaus Schmidt hat es richtig gesagt: Man kann nicht von Mattersburg erwarten, dass wir da alles zerschießen im unteren PlayOff. Ich glaube, wir haben eh schon sehr viel erreicht.“ 
 
...über seinen Lehrberuf: „Man hat als Fußballer schon ein bisschen Freizeit. Es ist wirklich eine willkommene Abwechslung, weil man auch merkt, was der Alltag, das normale Leben bzw. Arbeiten, bedeutet. Und man kann das alles ein bisschen besser einschätzen.“ 
 
...über die Situation in der Schule nach Spielen: „Am Anfang haben sie (Anm.: die Schüler) probiert, dass sie mich nach Niederlagen ärgern. Aber das habe ich ihnen schnell abgedreht. Jetzt kommen sie nur noch, wenn ich ein Tor geschossen habe – das ist angenehmer.“
 
David Cancola (Spieler TSV Hartberg) bei „Dein Verein“
 
...über seinen Mitspieler Florian Flecker und die Gerüchte um dessen Wechsel zu Union Berlin: „Es war eigentlich überhaupt kein Thema (innerhalb der Mannschaft, Anm.). Ich glaube, es hat damit zu tun, dass wir ihn alle gut kennen und er einer der Professionellsten und einer mit dem meisten Biss überhaupt ist. Er hat in keinem Training irgendwie den Anschein gemacht als wäre er mit dem Kopf woanders. Ich glaube, das ist es, was entscheidend ist und nicht, was er irgendwo auf Social Media postet.“
 
…über die Szene, die am Samstag zum Elfmeter geführt hat: „Ich kann ganz ehrlich sagen: Ich habe mich überhaupt nicht fallen gelassen und habe auch keine Sekunde daran gedacht, dass ich einen Elfmeter haben will. Ich war eigentlich direkt vor dem Tor, wollte schon abziehen und er bringt mich zu Fall. Wenn ich es mir oft anschaue – es ist nicht viel. Ich glaube aber trotzdem, dass es ein Strafstoß ist.“
 
...über die Ausführung des Elfmeters: „Ich bin eigentlich nicht eingeteilt für den Elfmeter. Ich glaube, es sind ein oder zwei Schützen vor mir, aber ich habe mich einfach richtig gut gefühlt und ich glaube, wenn man nie was riskiert, dann wird man nie was gewinnen.“
 
Über die ABSTAUBER: 
In dem innovativen Diskussions-Format diskutieren wöchentlich vier Hosts über die wichtigsten Ereignisse auf dem Rasen und in den sozialen Medien. Neben den Sky Moderatoren Johannes Brandl und Johannes Hofer sind Florian Prokopetz, Jean-Claude Mpassy, Andreas Födinger, Lukas Traxler, Holger Hörtnagl und Martin Grath Teil des Teams. In ,,Die ABSTAUBER‘‘ können Fans durch ihre Social Media Aktivitäten Teil der Sendung werden. Die Sendung wird immer montags von 19.30 bis 20.15 Uhr zu sehen sein und komplettiert damit zusammen mit „Dein Verein“ und „Talk & Tore“ den frei empfangbaren Fußballmontag bei Sky. Weitere Informationen zu ,,Die ABSTAUBER'' gibt es unter: dieabstauber.at/
 
Über Dein Verein:
„Dein Verein“ bietet den Zusehern immer montags eine kompakte Rückschau auf das Bundesligawochenende sowie einen bislang unbekannten Blick hinter die Kulissen. Jeder der zwölf Klubs der Tipico Bundesliga bekommt eine eigene Ausgabe von „Dein Verein“. Die Ausstrahlung erfolgt immer montags: Die ersten sechs Folgen werden von 18.00 bis 19.30 Uhr ausgestrahlt, die anderen sechs von 21.30 bis 23.00 Uhr. Damit die Fans immer genau wissen, wann sie ihren Lieblingsverein sehen können, hat jeder Klub eine fixe Sendezeit zugewiesen bekommen.
 
Über Sky Österreich:
Sky ist einer der führenden Entertainment-Anbieter in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Das Programmangebot besteht aus bestem Live-Sport, exklusiven Serien, neuesten Filmen, vielfältigen Kinderprogrammen, spannenden Dokumentationen und unterhaltsamen Shows - viele davon Sky Original Productions. Neben dem frei empfangbaren Sender Sky Sport News HD können Zuschauer in Österreich das Programm zuhause und unterwegs über Sky Q und jetzt auch via Sky X sehen. Sky Österreich mit Hauptsitz in Wien ist Teil der Comcast Group und gehört zu Europas führendem Unterhaltungskonzern Sky Limited.
 

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