28.06.2020

Jesse Marsch: „Das ist ganz besonders für mich“

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  • Zlatko Junuzovic: „In der Corona-Pause sind wir als Mannschaft gewachsen“
  • Andre Ramalho: „Was es hier in Salzburg gibt ist außergewöhnlich, diese Meister-Mentalität“
  • Andreas Ulmer: „Jesse hat einen sehr großen Anteil“
  • Markus Schopp: „Meiner Mannschaft ein riesengroßes Kompliment“
  • Marc Janko: „Ein hochverdienter Meister, Salzburg ist die weitaus beste Mannschaft“
  • Andreas Herzog: „Jesse Marsch hat einen fantastischen Job geleistet“

Wien, 28. Juni 2020 – Der FC Red Bull Salzburg schlägt den TSV Prolactal Hartberg mit 3:0 und holt sich den Meistertitel. Alle Stimmen zur Partie bei Sky und Sky X.

FC Red Bull Salzburg – TSV Prolactal Hartberg, 3:0 (1:0)
Schiedsrichter: Andreas Heiß

Jesse Marsch (Trainer FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel und dem Gewinn des Meistertitels: „Das ist ganz besonders für mich. Ich muss dem ganzen Verein, der Stadt, den Fans Danke sagen. Sie haben mit so viel, nach dem Banner ‚Nein zu Marsch‘, mit so viel Herzlichkeit meine Familie und mich willkommen geheißen. Ich bin sehr froh und freue mich sehr für die Jungs auch. Ein super Jahr für uns. Eine komische Saison, mit Corona und ohne Zuschauer, viele schwierige Dinge sind dabei gewesen. Im Winter haben wir drei gute Spieler verloren, aber wir haben jeden Tag gedrückt, gelernt, gearbeitet, das ist für mich der Grund für unseren Erfolg. Das Gefühl in der Gruppe. Ich verstehe das Argument (Red Bull Salzburg hat das größte Budget, Anm.), wir haben das Thema in Amerika nicht so viel, mit dem ‚salary cap‘, wir mögen in Amerika, dass jede Mannschaft die Chance hat. In Europa ist das nicht das gleiche, besonders im Fußball. Du musst trotzdem den Job am besten machen, das Potenzial erreichen. Im Februar war es sehr schwierig für uns, ich habe so viel mit der Mannschaft gesprochen, über Lernen, Entwicklung, Zusammenhalt und am Ende über Mentalität. Mentalität, das bedeutet alles für mich, wir kommen jeden Tag und geben alles. Fußball hat so viel mehr mit Mentalität zu tun. Es war die ganze Mannschaft, die alles geschafft hat. Ich habe so viel Respekt vor dem LASK, die Spieler und der Trainer haben alles gut gemacht. Es war so komisch für mich, warum sie das in der Corona-Zeit gemacht haben. Besonders wenn im ganzen Land alle zusammenhalten müssen in unserer Gesellschaft. Unsere Jungs waren unglaublich in der Corona-Zeit, haben ihre Hausaufgaben so gut gemacht. Im Kleingruppentraining waren wir wahnsinnig gut. Die Spieler hatten so viel Konzentration und Motivation.“

Zlatko Junuzovic (FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Wir haben gehofft, dass es heute passiert, haben aber zuerst gewinnen müssen, Hartberg hat es zu Beginn sehr gut gemacht. Ich bin überglücklich, dass wir Meister sind, ein super Gefühl. Der WAC hat uns einen Gefallen getan, aber wir haben auch unser Soll erfüllt. Wir haben eine Saison hinter uns, die unbeschreiblich ist, sehr speziell, es tut einfach gut. Die Mannshaft und der Verein haben sich das verdient. Die nächsten zwei Spiele werden wir hochprofessionell angehen und wollen wir gewinnen. In schwierigen Zeiten lernst du am meisten, genau solche Phasen brauchen auch junge Spieler, manchmal brauchst du diese schwierigen Phasen für die Weiterentwicklung. In der Corona-Pause sind wir als Mannschaft gewachsen und haben uns weiterentwickelt.“

Andre Ramalho (FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Ein richtig geiles Gefühl. Wir haben in dieser Saison viel erlebt mit der Corona-Pause und vielen schwierigen Spielen. Jetzt kann der LASK auch alle Punkte zurückbekommen. Wir haben wieder gezeigt, dass wir die beste Mannschaft Österreichs sind. Kompliment an die Mannschaft. Ich freue mich sehr, dass ich dieses Tor geschossen habe. Im Spiel war es etwas kompliziert, es war ein enges Spiel. Wir sind immer in der Lage Tore zu schießen, ich freue mich sehr, dass ich Teil dieser Mannschaft bin. Was es hier in Salzburg gibt ist außergewöhnlich, diese Meister-Mentalität, diese Sieger-Mentalität. Der Teamspirit, jeder will sich beweisen, jeder drückt für die anderen die Daumen, der nicht am Platz ist. Komisch ohne Fans zu feiern, aber das gehört zur Situation dazu.“

Maximilian Wöber (FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Es fühlt sich sehr, sehr gut an. Ein super Gefühl. Wir haben es uns selbst schwierig gemacht, haben viel Chancen gehabt, im Großen und Ganzen dann staubig runtergespielt, drei Tore geschossen, die Null hinten gehalten. Das erste Spiel gegen den LASK, hier zuhause der Sieg und die zwei Siege gegen Rapid waren entscheidend, ohne denen wäre Rapid enger an uns dran. Der Trainer hat uns extrem geschunden, wir hatten ein extrem intensives Heimprogramm, beim Gruppentraining hat es keinen Tag gegeben, an dem wir nicht kurz vorm Speiben waren.“

Andreas Ulmer (FC Red Bull Salzburg):

…nach dem Spiel: „Vieles macht den Titel sehr speziell, im Sommer war ein Umbruch in Salzburg, viele haben schon davon gesprochen, dass es schwierig wird Meister zu werden. Es war schwer, der LASK hat gut mitgekämpft und mit der Corona-Pause war es speziell. Der Start nach Corona war entscheidend, wir waren hungrig, haben von Spiel zu Spiel geschaut. Wie wir Spieler integrieren, das System, wie wir spielen, da muss man den Hut vor allen im Verein ziehen. Jesse (Marsch) hat einen sehr großen Anteil, er ist immer positiv, pusht uns immer in den Trainings, spricht immer von Mentalität und das hat er in die Mannschaft reingebracht.“

Markus Schopp (Trainer TSV Prolactal Hartberg):

…nach dem Spiel: „Gratulation an Red Bull, über die ganze Saison haben sie den Titel verdient. Meiner Mannschaft ein riesengroßes Kompliment, wir haben uns gut an unseren Matchplan gehalten, es braucht auch eine gute Torhüterleistung, Sallinger hat uns gewaltig unterstützt. Wir stehen im Kampf um Platz fünf mit der Mannschaft, es wäre unseriös mich dem Thema (ob er Sturm-Trainer werden könnte, Anm.) hinzugeben. Wir wollen die nächsten zwei Spiele gewinnen. Es gibt die Möglichkeit einen Karriereschritt zu machen oder wie geht es weiter mit dem TSV, was sind die Pläne, wo kann ich mich weiterentwickeln und wo der TSV. Wo das ist, kann ich jetzt noch nicht sagen.“

Marc Janko (Sky Experte):

…über Red Bull Salzburg: „Ein hochverdienter Meister, die weitaus beste Mannschaft. Sie haben eine exzellente Champions-League-Saison gespielt, Werbung für den österreichischen Fußball gemacht. Glückwunsch an Salzburg, sie haben es sich verdient. Sie können stolz sein, dass sie einen enormen Umbruch in Erfolg ummünzen konnten. Jesse Marsch versprüht positive Energie, das spürt man auch beim Interview, ein extrem sympathischer Kerl. Er lebt die Mentalität wie kein anderer vor.“

…über die Zukunft von Markus Schopp: „Ich kann mir Markus Schopp auch bei Salzburg vorstellen, wenn Jesse Marsch Salzburg einmal verlassen sollte.“

Andreas Herzog (Sky Experte):

…über Red Bull Salzburg: „Großes Kompliment zum Meistertitel. Die jungen Spieler sind fast noch besser, als die die weggegangen sind. Wichtig auch, dass du ältere, auch österreichische, Spieler hast, die den Jungen mit Rat und Tat zur Seit stehen, Ulmer und Junuzovic sind einer der Gründe dafür, warum das so gut klappt.“

…über Jesse Marsch: „Am Anfang des Jahres, als Nachfolger von Marco Rose, war es sicherlich nicht leicht für ihn, dann Corona, sie haben das toll gemeistert. Er hat einen fantastischen Job geleistet mit seiner Mannschaft, Kompliment an die Mannschaft von Salzburg. Der LASK hat ein bisschen den Anschluss geschafft, alle anderen sind weiter entfernt.“

…über Markus Schopp: „Die Arbeit von ihm und die Leistung seiner Mannschaft hat genug gesprochen. Er hat mit Hartberg für die größten Überraschungen gesorgt.“

…ob Markus Schopp neuer Sturm-Trainer werden könnte: „Jeder Verein in Österreich wäre gut beraten, sich über Markus Schopp Gedanken zu machen.“

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