24.11.2019

Christian Ilzer: „Eine minimale Chance lebt sicher noch“

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  • Klaus Schmidt: „Heute ist das erste Mal die Ernte eingefahren worden und wir haben kein Gegentor bekommen“
  • Leonardo Lukacevic: „Ich habe eigentlich nur sein Bein erwischt und bin froh, dass er nicht gepfiffen hat“
  • Erik Palmer-Brown: „Ich sehe, dass wir als Team besser werden“
  • Marc Janko über die Austria: „Sie haben im Meister PlayOff nichts verloren“

Wien, 24. November 2019 – FC Flyeralarm Admira spielt gegen FK Austria Wien 0:0. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

FC Flyeralarm Admira – FK Austria Wien 0:0 (0:0)
Schiedsrichter: Oliver Drachta

Klaus Schmidt (Trainer FC Flyeralarm Admira):
…über das Spiel: „Wir haben nach gefühlten zweieinhalb Jahren hier zu Null gespielt bzw. überhaupt zu Null gespielt. Das heißt, die Mannschaft hat sich in den letzten Wochen und vielleicht ein, zwei Monaten stabilisiert. Heute ist das erste Mal die Ernte eingefahren worden und wir haben kein Gegentor bekommen – das ist mir wichtig. Wir hätten nach vorne auch die ein oder andere Option gehabt in einem Konter bzw. bei einer Standardsituation das Führungstor zu machen. Das haben wir nicht gemacht und so denke ich, ist dieses Unentschieden heute gerecht.“

...vor dem Spiel über den Ausfall von Sinan Bakis: „Natürlich war es eine schwere Entscheidung. Er hat Muskelprobleme, mit denen es vielleicht heute gegangen wäre, aber das Risiko einer größeren Verletzung war mir einfach zu groß. Somit muss heute ein anderer in die Bresche springen, der auch schon lange auf seine Chance gewartet hat. Boris Cmiljanic ist ein Spieler, der den Anspruch hat zu spielen, der auch die Qualität hat zu spielen und heute kriegt er von Beginn an die Möglichkeit.“

Leonardo Lukacevic (FC Flyeralarm Admira):
...über sein vermeintliches Elfmeterfoul an Palmer-Brown: „Ich habe es mir eh auch ein bisschen gedacht. Ich habe eigentlich nur sein Bein erwischt und bin auch ganz froh, dass er nicht gepfiffen hat.“

…über das Spiel: „Schade! Ich bin ein bisschen traurig. Wir hätten sicher ein, zwei Tore machen können, hätten es uns auch verdient. Wir haben ziemlich gut gespielt. Wir haben auch in vielen Phasen dominiert, vor allem in der ersten Halbzeit. Wir haben gut gepresst, haben nichts zugelassen. Ich glaube, ein Tor hätten wir uns heute mindestens verdient.“

...auf die Frage, wie viel Luft man nach oben habe: „Ich glaube genug, weil wir ziemlich viel Potenzial haben, wie wir heute gesehen haben. Wir müssen dann nur die Tore schießen. Und wenn wir das machen, dann glaube ich, gehören wir nicht ganz unten hin.“

Andreas Leitner (FC Flyeralarm Admira):
…über das Spiel: „Wir sind einfach froh, dass wir jetzt endlich mal seit sehr, sehr langer Zeit zu Null gespielt haben – und vor allem daheim ist es noch schöner. Ich glaube, der Punkt geht im Großen und Ganzen in Ordnung und den nehmen wir natürlich mit.“

Erwin Hoffer (FC Flyeralarm Admira):
...über das Spiel: „Wenn ich meine zwei Chancen hernehme, dann hätte ich da schon einen machen müssen. Aber es wollte heute nicht sein. Ich glaube, mit dem Punkt können wir auch gut umgehen, aber es ist nach dem Spiel natürlich sehr, sehr bitter, wenn man solche Chancen vergibt.“

Amir Shapourzadeh (Manager FC Flyeralarm Admira) vor dem Spiel:
...über mögliche Verstärkungen im Winter und ob aufgrund vergangener Verkäufe finanzielle Mittel vorhanden seien: „Wie man sicherlich weiß, war der Verein vor drei Jahren knapp vor der Insolvenz. Von daher muss man natürlich auch gucken, dass man Altlasten abbaut. Trotz der Einnahmen ist es nicht so einfach Ablösesummen zu bezahlen oder verrückte Sachen zu machen. Von daher wollen wir das weiterhin bodenständig machen, mit den Mitteln, die wir zur Verfügung haben. (...) Wir sind im ständigen Austausch mit Klaus, wir analysieren die aktuelle Mannschaft, die Situation und werden das sicherlich nach dem letzten Spiel gegen Rapid auch machen und dann schauen, wo wir vielleicht noch einen Feinschliff machen können.“

…über die Entwicklung unter Klaus Schmidt: „Ich denke, man sieht auf jeden Fall eine steigende Tendenz. Bei den ersten zwei, drei Auftritten war noch Luft nach oben. Ich glaube, die Mannschaft und das Trainerteam haben sich jetzt gefunden, da ist auf jeden Fall eine positive Tendenz zu erkennen. Nichtsdestotrotz braucht man natürlich auch Punkte.“

...auf die Frage, in welchen Bereichen er konkret Fortschritte sieht: „Ich denke, auf jeden Fall bei der Organisation am Platz, bei der Physis, dass die Mannschaft da viel mehr investiert. Und das hat man in den letzten beiden Spielen gegen den LASK und Hartberg gesehen. Da hätte das Spiel auch in eine andere Richtung gehen können. Von daher denke ich, geht’s in die richtige Richtung.“

...auf die Frage, ob Sinan Bakis zuletzt die Lebensversicherung der Admiraner gewesen sei: „Ich denke, das ist ein bisschen übertrieben. Natürlich hatte Sinan zuletzt einen sehr, sehr guten Lauf. Er hat mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht, hat der Mannschaft durch Tore geholfen.“

Christian Ilzer (Trainer FK Austria Wien):
…über den Kampf um das obere PlayOff: „Eine minimale Chance lebt sicher noch. Aber die wird vor allem durch unsere unzufriedenstellende Saison, die wir bis jetzt gespielt haben, immer schwieriger zu erreichen. Hartberg hat heute wieder gewonnen und in Unterzahl das Spiel gedreht. Man muss die Leistung von Hartberg auch honorieren und unsere Leistungen sind einfach zu wenig. Aber die Chance lebt noch. Wir spielen nächste Woche gegen Hartberg und da ist ein Sieg, um diese minimale Chance noch zu haben, Voraussetzung.“

Manprit Sarkaria (FK Austria Wien):
...über das Spiel: „Es war eine sehr gute Leistung, finde ich. Wir hatten viele herausgespielte Chancen. Aber leider haben wir sie nicht genutzt und so geht es 0:0 aus.“

Erik Palmer-Brown (FK Austria Wien):
...über das Spiel: „Wir haben eigentlich ganz gut gespielt und nicht viele Chancen zugelassen. Aber leider haben wir die drei Punkte nicht geholt. Natürlich ist es enttäuschend, wenn man nicht gewinnt. Vor allem, wenn man den Sieg verdient gehabt hätte. Dennoch sehe ich, dass wir als Team besser werden.“

Michael Madl (FK Austria Wien):
...über die fehlende Kreativität: „Das ist schwer zu erklären. Wir haben uns wirklich viel vorgenommen, auch nach vorne hin. Wir sind dann leider nicht in diese Eins-gegen-Eins-Situationen gekommen, die wir über außen provozieren wollten. Und wenn, dann haben wir es nicht gut gelöst, auch unsere Umschaltsituationen haben wir nicht gut gelöst. Von dem her war das erste Halbzeit auf alle Fälle nach vorne zu wenig. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann in allen Belangen gesteigert und hatten zum Schluss auch noch gute Chancen auf den Sieg.“

...über Dominik Fitz und Benedikt Pichler: „Sie haben beide wirklich Schwung reingebracht. (...) Sie haben beide riesen Potenzial, haben unbekümmert drauflos gespielt und das hat uns vielleicht ganz gut getan im zweiten Abschnitt. Von dem her haben sich wenigstens die Zwei ein Lob verdient heute.“

...über den Kampf ums obere PlayOff: „Ich denke, wir haben uns in den letzten Wochen relativ gleich geäußert, dass wir relativ wenig auf die Tabelle schauen. Aber Fakt ist natürlich mit einem Sieg von Hartberg und dem Unentschieden heute von uns ist es zu wenig. Und es wird sehr, sehr schwer, dass wir über den Punkt kommen.“

Florian Klein (FK Austria Wien) in einem Videobeitrag vor dem Spiel:
…über die Einstellung in der Mannschaft: „Was ich schon sagen muss ist, dass jeder bereit ist wirklich alles zu geben. Wenn es nicht läuft, dann kommen immer die Argumente, die Mannschaft kämpft nicht oder die Mannschaft ist nicht bereit alles zu geben. Oder gewisse Spieler sind nicht mehr bereit für die Austria alles zu geben. Das stimmt einfach überhaupt nicht.“

...über die Anfeindungen der Austria-Fans gegen seine Person. „Angenehm ist es nicht. Ich glaube, dass sich keiner hier hersetzen würde und sagt: ,Ja, das ist mir egal.‘ Das ist es nicht. Aber es ist auch nicht so – und das betone ich auch bewusst –, dass es mich so belastet, dass ich mich zu sehr mit dem beschäftige. Ich weiß, wie das abläuft: Wenn es nicht läuft, dann sucht man sich jemanden heraus und in dem Fall war das ich. Wenn ich mich selbst in den Spiegel schauen kann und sagen kann, dass ich alles versuche, um die Situation besser zu machen, dann passt das für mich. Und so ist es.“

...über die Unruhen bei der Austria: „Es kommt in Familien vor, dass es mal einen richtigen Knall gibt, dass mal richtig gestritten wird. Ich glaube, das Entscheidende, das eine Familie ausmacht, ist, dass man sich nachher wieder zusammenrauft und gemeinsam an einem Strang zieht. Wenn das der Fall ist, dann glaube ich, kann man nachher sagen, dass man wirklich so eine Austria-Familie hat. Ob man das hinkommt, wird man erst in Zukunft sehen.“

...über die Erwartungshaltung bei der Austria: „Das schwierigste bei der Austria ist dieser Drang dazu alles immer mit früher zu vergleichen. Mit Zeiten von Prohaska, Polster und wie sie alle heißen. Da war es so, dass man alles gewonnen hat, einen Meistertitel nach dem anderen geholt hat und immer wieder hört ,Das schöne Spiel‘. Ich glaube, dass man in dieser Phase ein bisschen hängen geblieben ist. (...) Das schöne Spiel, so Scheiberl, Gurke oder Übersteiger... Diese Zeiten sind vorbei. Es sind andere Tugenden gefragt und da haben uns andere Mannschaften überholt. Das muss man auch sagen.“

...über die Rückendeckung für Trainer Christian Ilzer seitens des Vereins: „Ich glaube, normal hätte man bei der Austria sicher eine Trainer-Diskussion gehabt. Deswegen war das für mich auch ein wichtiger und sehr richtiger Punkt, dass man gesagt hat, man stärkt dem Trainer den Rücken. Es würde auch von meiner Seite nichts bringen, wenn man jetzt wieder anfangen würde, den Trainer auszutauschen und wieder etwas Neues zu holen. Ich glaube, man hatte genug Trainer in der letzten Zeit und jeder hat sich irgendwie versucht und trotzdem war es nicht wirklich erfolgreich – obwohl es auch gute Trainer waren, sehr gute sogar.“

Anton Pfeffer (Sky Experte):
…über die Situation der Austria: „Für die Austria schaut es so aus als wäre der Zug mit den oberen sechs Mannschaften abgefahren. (...) Mit diesem 0:0 ist man sehr, sehr weit entfernt oben dabei zu sein. Es war für mich nicht ganz begreiflich – weil es da eben wirklich um alles gegangen ist –, dass man jetzt so lange gewartet hat, bis man wirklich auf Teufel komm raus gespielt hat, um ein Tor zu erzielen.“

...über das Spiel: „Es hat lange nach keinem guten Fußballspiel ausgesehen. Zum Schluss ist dann wirklich ein bisschen ein Fußballspiel aufgekommen und dann waren auch Chancen vorhanden. Aber letztlich doch zu wenig.

Marc Janko (Sky Experte):
…über das Spiel: „Für mich ist der Zug heuer abgefahren für die Austria. Sie haben im Meister PlayOff nichts verloren. Es ist aber vielleicht auch für den ganzen Verein mit diesen neu aufgekommenen finanziellen Engpässen gar nicht so schlecht. Weil dadurch, finde ich, die Chance größer ist sich international zu qualifizieren und dadurch Geld in die Kassen zu spielen. Weil im oberen PlayOff haben sie keinen Meter heuer.“

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