01.04.2019

Andreas Herzog über ein ÖFB-Engagement: „Es ist jetzt nicht mehr so eine Geschichte, dass ich da unbedingt nachlaufen möchte“

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  • Markus Schopp über eine mögliche Vertragsverlängerung: „Für mich ist das Thema erst interessant, wenn wir fix die Klasse gehalten haben“
  • Ranko Popovic: „Das LASK-Spiel hat uns wieder einen Monat zurückgeworfen“
  • Roman Wallner bei „Die Abstauber“: „Ich möchte im Sport bleiben"
 
Wien, 1. April 2019 – Der Free-to-Air Montag auf Sky: Zu Gast bei „Talk & Tore“ waren am Montag der israelische Teamchef Andreas Herzog, der Trainer des TSV Hartberg Markus Schopp sowie der Trainer des SKN St. Pölten Ranko Popovic.
 
Alle Stimmen zu „Talk & Tore“
 
Andreas Herzog (Teamchef Israel)
 
...über sein Verhältnis zum ÖFB: „Ich habe ein ganz normales Verhältnis. Das ist alles ein bisschen aufgebauscht. Die Leute, die mich kennen, die wissen, dass ich, wenn mir was nicht passt, schnell was emotional sage. Für mich war das drei, vier Tage später schon wieder vergessen. Wenn ich jetzt den Leo (Windtner, Anm.) treffe, dann sprechen wir ganz normal über verschiedene Sachen. Das Thema ist abgehakt. Das habe ich schon als Spieler so gehandhabt. Da habe ich dann halt öfters mal ins Geldbörserl greifen und ein paar Strafen zahlen müssen. Es ist mir aber lieber, dass ich authentisch bleibe, als mich zu verstellen und nicht glücklich zu sein.“
 
...auf die Frage, ob er sich noch vorstellen könne, ÖFB-Trainer zu werden: „Warum sollte ich es mir nicht vorstellen können? Aber es ist jetzt nicht mehr so eine Geschichte wie vielleicht vor zwei, drei Jahren, dass ich da unbedingt nachlaufen möchte. Ich weiß, dass man im Leben viele Dinge nicht erzwingen kann. Man muss ein bisschen gelassen sein, einen guten Job machen, dann kann sich sehr viel mehr ergeben.“
 
..über das Lob von Jürgen Klinsmann und einen Anruf von Otto Rehhagel: „Jürgen ist ein Freund und ich weiß ja schon seit Jahren, dass er mich als Spieler und jetzt als Trainer schätzt. Für mich war der Anruf von Otto Rehhagel ein bisschen mehr Druck. Er hat gesagt: „Andreas, jetzt zählt nur: Sie müssen es mir nachmachen wie mit Griechenland.‘ Dann habe ich darauf gesagt: ,Ja Trainer, das ist aber noch ein weiter Weg zum Europameistertitel.‘ Das ist natürlich eine schöne Geschichte, wenn man mit ehemaligen Weggefährten noch immer so ein gutes Verhältnis hat.“
 
...über die Situation in Israel nach dem Sieg gegen Österreich: „Endlich ist mal wieder Euphorie im Fußball in Isreal, die möchte ich auch nicht dämpfen. Aber meine Spieler und wir Betreuer müssen schon wissen, dass wir jetzt nicht irgendwie glauben, besser zu sein als wir in Wirklichkeit sind.“
 
...die Rolle von Markus Rogan als Mentalcoach: „Ab dem ersten mal als er mit der Mannschaft gesprochen hat, hat man gesehen, dass er Sportler ist. Er spricht die Sprache der Spieler. Das hat mir schon sehr, sehr imponiert. Ich will keinen Mental-Trainer, der irgendwelche groben Sachen macht, bei dem die Spieler sagen, das verstehe ich im Endeffekt gar nicht, weil das von der Hochschule ist. Darum wollten wir unbedingt einen, der die Ausbildung hat, aber als ehemaliger Weltklasse-Sportler auch noch ganz andere Inputs geben kann.“
 
...über seine persönliche Sicht nach dem Sieg gegen Österreich: „Man kann nach so einem Spiel nicht schlafen. Ich habe mir das Spiel nochmals bis 5 in der Früh angeschaut. Am nächsten Tag war ich um Viertel 8 schon wieder munter und total aufgedreht. Für mich war einfach wichtig, dass die Mannschaft ein Zeichen setzt und einen guten Gegner schlagen kann. Dass sie an sich glaubt und dass man von einem Rückstand wieder zurück gekommen ist. Die Konstellation mit Österreich war natürlich schon etwas besonders.“
 
...über seine Rückholaktion von Dreifachtorschütze Eran Zahavi, der eigentlich aus dem Nationalteam verbannt gewesen war: „Ich habe mir die Spiele angesehen und mit Zustimmung vom Verband gesagt, ich möchte ihn unbedingt wieder zurückhaben. Für mich war wichtig, dass ich die bestmögliche Mannschaft aufbieten kann. (...) Vielleicht war es auch ein Vorteil, dass ich in einer ähnlichen Situation war – ich bin ja von Herbert Prohaska auch dreimal kurz aus dem Nationalteam verbannt worden. Oft muss man einfach hin und wieder mal ein Auge zudrücken.“
 
...über Kommunikationsprobleme mit den israelischen Spielern: „Ich denke, dass mein Englisch im Vergleich zu vielen in Israel ganz gut ist. Bei der ersten Besprechung habe ich einen 40-minütigen Taktikvortrag gehalten. Und ich habe dabei immer die Spieler gefragt: ,Is it clear?‘ Und sie sagen: ,Yes, yes!‘ Nach 40 Minuten kommt Munas Dabbur zu mir und sagt: ,Coach, ich glaube wir haben ein kleines Problem. Zwei bis drei Kollegen können kein Englisch.‘ Sage ich: ,Ich habe ja immer gefragt: Is it clear?‘ Sagt er: ,Ja, aber die haben ja nicht mal das verstanden.‘ (...) Ich spreche in Englisch und die meisten verstehen das auch. Bis auf drei bis vier Spieler, da habe ich den Co-Trainer, der mir das dann übersetzt.“
 
Markus Schopp (Trainer TSV Prolactal Hartberg)
 
....über ehemaligen Trainer und deren Einfluss auf ihn: „Ich durfte viele Trainer erleben. Aber Magath und wie sie alle heißen, haben alle etwas gehabt, was irgendwie auf dich einwirkt und dich beschäftigt. Und wenn du dann selbst in der Position als Trainer bist, fallen dir viel Dinge ein. Ich glaube es ist wichtig, die Mischung zu finden und jene Dinge zu erkennen, die für dich wichtig sind.“
 
...über die Gründe, warum es noch keine Vertragsverlängerung von ihm mit Hartberg gab: „Es war immer so, dass der TSV Hartberg bei Verbleib in der Bundesliga interessiert ist, mit mir weiterzuarbeiten. Und für mich ist dieses Ziel ja noch nicht erreicht. Deswegen habe ich dem Verein auch gesagt, dass für mich das Thema erst wieder interessant ist, wenn wir fix die Klasse gehalten haben. Ich bin der Meinung, dass diese Zeit jetzt richtig intensiv ist und ich einfach hauptsächlich diese Zeit dahingehend investieren möchte, dieses Ziel zu erreichen. (...) Ich genieße die Arbeit dort extrem. Es ist ein ganz ein einfaches und engagiertes Umfeld.“
 
...auf die Frage, ob er außer Hartberg derzeit Alternativen habe: „Nein, gibt es nicht. Ich habe für mich dieses Jahr sehr schätzen gelernt ein bisschen demütig zu sein in diesem Bereich arbeiten zu dürfen. Man sieht was da passiert, das ist teilweise absurd wie schnell hier Positionen verändert werden. Und ich glaube, das wird nächsten Jahr nicht anders werden. Ich glaube sogar, dass aus diesem Jahr viel mitgenommen wird und die Verantwortlichen ihre eigenen Rückschlüsse ziehen.“
 
...über den drohenden Abstiegskampf der Hartberger: „Wir wissen alle, wo der Verein herkommt. (...) Es hat sich nie etwas daran verändert, dass unser Ziel sein muss, in der Liga zu bleiben. Für uns im Trainerstab ist von Tag eins klar gewesen, dass das bis zum letzten Spieltag – hoffentlich bis zum letzten aus damaliger Sicht – eine spannende Geschichte für uns wird. Wir waren damals der Annahme, dass uns die Punkteteilung zugute kommt, dass der Abstand geringer wird. Und jetzt hat sich das anders entwickelt.“
 
Ranko Popovic (Trainer spusu SKN St. Pölten)
 
...auf die Frage, wie viel Ivica Osim in ihm steckt: „Sicher viel. Alle die mit Osim gearbeitet haben, haben viel von ihm gelernt. Was wir davon auch verwenden können, das liegt an uns. Osim ist eigenartig und einmalig gewesen. Und wenn die Leute etwas von ihm in jedem von uns (seinen ehemaligen Spielern, Anm.) erkennen, dann ist das schön und für uns ein Kompliment.“
 
...über die veränderte Spielweise des SKN und das Schlüsselerlebnis der Cup-Blamage gegen den LASK: „Es geht nicht um Ballbesitz, es geht um den Versuch etwas nach vorne zu machen. Das Spiel gegen den Ball ist fein, aber Fußball ist ein Spiel mit dem Ball. Und die Burschen haben mehr Freude damit. Wir haben dahingehend Akzente in der Vorbereitung gesetzt und es ist gut gelaufen. Vielleicht haben wir uns dann zu viel getraut. Wir haben uns zugetraut, dass wir auch gegen den LASK was ausrichten können. Und dieses Spiel hat uns dann wieder einen Monat zurückgeworfen. Wir brauchten eine Erholung von diesem Spiel.“
 
...über die zuletzt etwas turbulente Zeit was seine Person betrifft: „Eigentlich habe ich auf das nicht geschaut. Ich habe mich auf meine Arbeit konzentriert.“
 
...über das Saisonaus von Taxiarchis Fountas: „Er wird morgen um 6.30 Uhr im Spital sein und im Laufe des Tages operiert. Er ist ein sensibler Mensch und wir haben jetzt eine Zugang zu ihm gefunden. Es war zuletzt seine beste Zeit seiner Karriere. Bitter.“
 
...über Diskussionen einer eventuell zu offensiven Spielweise mancher Teams: „In Italien, Spanien und Deutschland, überall wird darüber gesprochen, dass man mehr fußballerisch machen muss, mehr spielerisch. Wir diskutieren in Österreich, warum wir spielen. Wann hat Österreich das letzte Mal eine echte Nummer 10 gehabt? Andi (Herzog, Anm.) war glaube ich die letzte echte Nummer 10, die man gehabt hat. Vielleicht ist das deswegen so.“
 
...über die fehlende Erfahrung seiner Mannschaft: „Wir haben sechs bis sieben Spieler in der Stammelf, die heuer zum ersten Mal Bundesliga spielen. Uns fehlt es ein bisschen an Erfahrung. Ich habe einige Spieler absichtlich in der Vorbereitung auf der Bank gelassen und andere Spieler spielen lassen, damit diese Minuten sammeln. Ich wusste, wenn wir in die Meisterrunde kommen, dann brauchen wir einen größeren Kader.“
 
Die ABSTAUBER
 
Auch die „Die Abstauber“ wedelten mit ihrer unkonventionellen und frischen Art am Bundesliga-Montag ordentlich Staub auf. In der Live-Schalte erzählte Roman Wallner über sein Champions-League-Debüt, seinen besten Mitspieler und seine Pläne nach der Karriere.
 
Roman Wallner (ehemaliger Fußballspieler) bei „Die Abstauber“

…über sein Champions-League-Debüt mit 16 Jahren: „Für mich war es damals eine große Ehre und große Freude. Ronaldo, Zamorano, das waren Idole. (...) Eigentlich habe ich es erst später realisiert. Erst am Ende merkt man, was das für eine Bedeutung gehabt hat, Champions League zu spielen.“
 
...auf die Frage, wer der beste Spieler gewesen sei, mit dem er zusammenspielen durfte: „Mit Abstand Dejan Savicevic. Auch wie er mit den jungen Spielern umgegangen ist. Das war einfach ein Traum mit ihm spielen zu dürfen.“
 
...über seine Pläne jetzt nach dem Karriereende: „Ich möchte im Sport bleiben. In welche Richtung es geht, ist schwer zu beantworten. Ich habe viele Ideen. Was mich sehr interessiert, ist das Trainergeschäft. (...) Auch das Scouting ist sehr interessant, weil ich glaube, dass ich in meiner Karriere viel gesehen habe und auch ein gutes Auge habe.“
 
Über die ABSTAUBER: 
In dem innovativen Diskussions-Format diskutieren wöchentlich vier Hosts über die wichtigsten Ereignisse auf dem Rasen und in den sozialen Medien. Neben den Sky Moderatoren Johannes Brandl und Johannes Hofer sind Florian Prokopetz, Jean-Claude Mpassy, Andreas Födinger, Lukas Traxler, Holger Hörtnagl und Martin Grath Teil des Teams. In ,,Die ABSTAUBER‘‘ können Fans durch ihre Social Media Aktivitäten Teil der Sendung werden. Die Sendung wird immer montags von 19.30 bis 20.15 Uhr zu sehen sein und komplettiert damit zusammen mit „Dein Verein“ und „Talk & Tore“ den frei empfangbaren Fußballmontag bei Sky. Weitere Informationen zu ,,Die ABSTAUBER'' gibt es unter: dieabstauber.at/
 
Über Sky Österreich:
Sky ist einer der führenden Entertainment-Anbieter in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Das Programmangebot besteht aus bestem Live-Sport, exklusiven Serien, neuesten Filmen, vielfältigen Kinderprogrammen, spannenden Dokumentationen und unterhaltsamen Shows - viele davon Sky Original Productions. Neben dem frei empfangbaren Sender Sky Sport News HD können Zuschauer in Österreich das Programm zuhause und unterwegs über Sky Q und jetzt auch via Sky X sehen. Sky Österreich mit Hauptsitz in Wien ist Teil der Comcast Group und gehört zu Europas führendem Unterhaltungskonzern Sky Limited.
 

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